Energie- und Mobilitätswende und Kahlschlag

Von René Sternke

Am Klimastreik haben viele Fahrradläden teilgenommen, weil sie hoffen, dass viele Menschen aus Not werden Fahrrad fahren müssen.

Die Gewerkschaften haben ebenfalls zum Klimastreik aufgerufen, weil sie die Energie- und Mobilitätswende gleichfalls herbeisehnen. Kurz vor Ausbruch der Klimahysterie kämpften SPD und Gewerkschaften für eine Umverteilung von oben nach unten, obwohl das Treibhausmodell und die Prophezeiungen des IPCC schon lange bekannt waren. Von der Tagesstimmung erfasst, treten sie seit etwas mehr als einem Jahr für eine Umverteilung von unten nach oben ein, indem sie sich für Techniken engagieren, die den CO2-Ausstoß besser verschleiern, aber die Energieproduktion enorm verteuern und die Umwelt noch stärker belasten. Die Verteuerung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß bedeutet die Verteuerung sämtlicher Produkte und des Lebens überhaupt.

Die Klimareligion ist lebensfeindlich, denn es gibt kein Leben ohne Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Als wäre CO2 ein Gift und ließe sich nicht auf natürlichem Wege abbauen, wird es verteufelt und das Dogma von der Erbsünde ist wieder aktuell.

Der Reifenhersteller Continental hat die im Rahmen ihrer Großen Transformation hinter der Corona-Maske ausgeübten dirigistischen Wirtschaftseingriffe der Bundesregierung, wie Der Aktionär berichtet, an der Börse zu spüren bekommen und vorausschauend mit Massenentlassungen reagiert.

Hubertus Heil (SPD), Armin Laschet (CDU) und Karl-Josef Laumann (CDU) erkennen den Zusammenhang zwischen ihrer Politik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft nicht und schwafeln nun von  „Sozialpartnerschaft“, „Miteinander von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Politik in Nordrhein-Westfalen“ und „kapitalistischen Rambomethoden“.

Vorstandsmitglied Francesco Grioli von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sagte laut Tagesschau: „Der Kahlschlag ist weder mit der Transformation der Autoindustrie zu begründen, noch mit der Corona-Krise. Das ist schlicht Streichen um des Streichens Willen.“

Welcher Unternehmer würde „um des Streichens Willen“ auf Gewinne verzichten? Griolis Gewerkschaft hat, wie onvista am 9. September 2019 berichtete, vor einem Jahr die Dinge noch klarer gesehen: „Die Energie-Gewerkschaft IG BCE hat sich zurückhaltend zum geplanten Klimastreik an diesem Freitag geäußert – und angesichts von Forderungen der Protestbewegung Fridays for Future vor einem ‚Kahlschlag‘ in der Industrie gewarnt.“

Nun, ein Jahr später, tragen die Arbeiter in Aachen Plakate mit dem Slogan der Protestbewegung Fridays for Future: „Wir sind hier und laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“ (vgl. Abb.). Im Gegensatz zu den Groko-Politikern erkennen sie den Zusammenhang zwischen Energie- und Mobilitätswende und Kahlschlag.

Veröffentlicht von Artikel 20 a GG

Rechtsanwalt, Notar a. D. und Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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